JGLP Uri sagt JA zur Individualbesteuerung
An ihrer ersten Mitgliederversammlung des Jahres fassten die Jungen Grünliberalen Uri die Parolen für den anstehenden Abstimmungssonntag Anfang März. Zudem richtete man den Blick auf die kommende Präsidiumswahl der JGLP Schweiz.

Klare Parolen für die Abstimmungen vom 8. März
Bei der Parolenfassung zur Abstimmung vom 8. März sagt die JGLP Uri einstimmig Ja zur Individualbesteuerung. Die Heiratsstrafe gehöre abgeschafft, zudem solle die steuerliche Gleichbehandlung unabhängig vom Zivilstand erfolgen. Das Argument des erhöhten administrativen Aufwands greife aus Sicht der Mitglieder zu kurz – vergleichbare Einwände seien bereits bei der Einführung des Frauenstimmrechts vorgebracht worden.
Ebenfalls Ja sagten die Mitglieder nach einer angeregten Diskussion zur Klimafonds-Initiative. Ausschlaggebend waren die Argumente zur Stärkung des Klimaschutzes und der erneuerbaren Energien sowie die deutlich höheren Kosten, die bei einem Nichthandeln durch Extremwetterereignisse und Klimaschäden entstehen würden.
Eine Nein-Parole wurde hingegen zur SRG-Initiative als auch zur Initiative «Bargeld ist Freiheit» beschlossen. Die SRG-Initiative gefährde insbesondere die regionale Berichterstattung und schwäche damit kleinere Sprachregionen. Bei der Bargeld-Initiative sehen die Mitglieder keinen Handlungsbedarf und sprechen sich sowohl gegen die Initiative, als auch gegen den Gegenentwurf aus. Wenn es zur Stichfrage kommt, wird der direkte Gegenentwurf bevorzugt.
Bei den kantonalen Vorlagen unterstützen die Mitglieder die Teilrevision des Energiegesetzes. Gegen die Abschaffung des sogenannten goldenen Fallschirms für Regierungsräte stellen sie sich jedoch klar und fassen entsprechend die Nein-Parole zur JSVP-Initiative. Diese Regelung käme nur in den seltensten Fällen zur Anwendung. Zudem kenne der Kanton Uri kein zusätzliches Ruhegehalt und die berufliche Unsicherheit nach einer Abwahl sei ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Kandidatur von Loa Wild zur Präsidentin der JGLP Schweiz
Als erstes grosses Highlight des Jahres aus Sicht der JGLP Uri steht die kommende Mitgliederversammlung der JGLP Schweiz an. Bei den Präsidiumswahlen kandidiert die bisherige Vizepräsidentin Loa Wild für das Amt der Präsidentin. Sie tritt in einem Dreierticket gemeinsam mit Leo Mariaca Gomez aus dem Kanton Freiburg sowie Alex Häner aus dem Kanton Zürich an, die sich beide als Vizepräsidenten zur Wahl stellen. Ob sich die Urnerin an der Spitze der Jungpartei durchsetzt, entscheidet sich am 21. Februar in Bern.
